7468 Schritte und keiner mehr

10000 wären natürlich besser. Fitness-Experten empfehlen sie regelmäßig und nachplappernd. Vor Jahren taten es noch realistische 1000.

Was soll´s. Das die Sinne bewegende Drumherum entlang des Weges ist uns wichtiger als bloße Schrittzahlen.

Hier sind ein paar bildliche Beispiele von einem Spaziergang am Sonntagmorgen in der eigentlich noch kleinen Stadt. Sie könnte, natürlich jede auf ihre Art, überall sein. Nicht nur hier am westlich ruhigen Mittelmeer.

Archäologische Ausgrabungen wie diese mittels Beton überdachten aus der Römerzeit sind uns heute Nebensache
Aktuelles mit schattig wissenschaftlicher Pause interessiert mehr
Auch Alltägliches.

Hier an der Rincón Carlos Sentí / Passeig del Saladar nicht zu stoppen wäre fotografisch unverzeihlich.
Besonders angesichts des, wenn auch heutzutage nicht mehr vollständigen, Gender-Mottos
„Selbst ist die Frau“ – auch sonntags, möchte man ergänzen
Malerische Ansichten ohne touristischen Wert …
… prägen den Charakter der Stadt für uns Einwohner am stärksten
Einträchtiges Trio, auch a pie begierig aufnehmend unterwegs
Kleine Hunde, so fällt mir ein, kommen leicht auf geforderte zehntausender Schrittzahlen
Die ihren eigenen Schatten malerisch umrahmende Sonne
Obwohl neu angelegt wie ein vertrautes Relikt aus alten Zeiten
Auf den Bahnen zwischen den Trennleinen ist´s heute erstaunlich ruhig
Warum wohl, fragt sich der engagierte Fotograf
Der Hausberg Montgó wäre natürlich auch ein paar (mehr) Schritte wert
Otra dia – sagt der Spanier
Wir mögen die alten Gassen. Hier gibt’s sonntags in der Früh das kleine, normale Leben recht anschaulich
Wer hier wohl täglich hüpfend oder mühsam rauf und runter geht?
Der für uns bayerische Löwe bewacht immer noch Haus und Schuhe
Ziel ist wieder mal die Burg (el Castillo de Dénia)
Hier steht es auf dem Fels, vom Hafen aus gesehen

Die Festung ist muslimischen Ursprungs (10. Jh.). Mit der Stadtgründung Dénias im Spanischen Erbfolgekrieg erfolgen größere Befestigungen. Dénia selbst geht aus der römischen Gründung namens Dianium hervor.

Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701 – 1714) zwischen den Herrschaftshäusern Habsburg und Bourbon geht es um die Nachfolge Karls II., des letzten Habsburgers auf dem spanischen Thron. Das habsburgisch-französische Mächteverhältnis in Europa wird neu geordnet. Die Habsburger steigen jetzt zur Großmacht auf, das französische Hegemoniestreben wird eingeschränkt. Das heutige Königtum der spanischen Bourbonen geht auf die damalige Zeit zurück.

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wird die Festung zur Front im Südwesten. Auslöser ist der Streit zwischen Frankreich und Preußen um die spanische Thronkandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen.
Die Hohenzollern-Historie liegt einem Württemberger durchaus nah.
Auf Schritt und Tritt kann der Fotograf die Devise „schon der Weg ist das Ziel“ gelten lassen
Im Marketing ist sie höchst fraglich!
Auch diese stolze rotblonde Schönheit auf vier sanften Pfoten am Wegesrand ist ein Bild wert
Ebenso stolzer Kaktus
Stolz und aussichtsreich gewinnen wir an Höhe
Poco a poco
Immer wieder fotogene Durchblicke
Für manche vermutlich ein etwas beschwerlicher Camino
Die Silbermöwen tun sich da, selbst beim Brutgeschäft, leichter
Möven erzeugen übrigens, weitgehend unbekannt, ihren Wasserbedarf zum Teil selbst – aus Meerwasser. Sie sammeln das Salz in Drüsen im Schädel und scheiden es über die Nasenlöcher wieder aus. Zu Zeiten des Wassermangels nachdenkenswert.
Mutige Brutprobe direkt am Wegesrand
Eher vorsichtiges Mutter- oder Vatertier
Ist`s denn noch da?
Dann der Ausblick!
Exklusive Brutstelle Primera Linea
Der Hafen mit der täglichen Fähre von und nach Ibiza
Auch heute pünktlich
Nordwestlich die vertraute Sierra Segària
Auch der Abstieg macht happy
Der aufmerksame Betrachter verzeihe die Unschärfe. Das Objekt drohte gerade davon zu fliegen. Fototechnisch tat Eile not.
Verdiente Brutpause eines offenbar fleißigen Silbermöwenpaares
Liegt da etwa noch ein Kuckucksei (huevo de cuco)?
Runter geht’s jetzt leichter
Das früher einfache Katzen-Graffiti ist einem etwas wirr auffordernden Kuss-Graffiti gewichen
Vielleicht war der Künstler verliebt, mutmaße ich
Archivfoto
Auch die hier wohnende ältere Vecina mochte auf HDMs Nachfrage das Katzenbild mehr („Der Chico habe es halt so gemalt“)
Ein paar vorausgehende kühle Tage haben wunderbare Weihnachtssterne aufblühen lassen
Dahinter kommt die Iglesia de la Asunción in Sicht
Geschmückt mit praktischer valencianischer Handwerkskunst
Ein den Fotografen motivierendes Lächeln der jungen Dame als sie ihn entdeckt

Kein Zweifel: Estamos en España … nicht in Deutschland.
Hab´ nachträglich beinahe ein schlechtes Gewissen eigentlich das vierbeinige Hundebaby als Objekt ausersehen zu haben
Unterwegs hören wir unsere Namen. Teo ruft uns. Er ist der ehemalige Wirt unseres geliebten Chiringito am Club Nautico.
Teo ist schwer erkrankt, wir kennen ihn kaum wieder.
Gemeinsam freuen wir uns über die unerschrocken daher stelzende weiße Taube
Auf dem Campo produzieren die Platanen die ersten Blattknospen
Die Eissaison hingegen ist schon in vollem Gange
Der immer präsente in der Regel weibliche verlängerte Arm strikter Parkgesetze genehmigt sich ein sonniges Tapa para llevar
Auch ein einfaches Tattoo kann auf sich aufmerksam machen
Genüsslicher ist die Kinderportion Churro con Chocolate
Das Wort ist so köstlich wie das Produkt selbst.
El churro heißt in der Umgangssprache auch Glück, Schusterarbeit, Pfuscherei und Dusel, wenn man das Glück nicht verdient.
Der Besuch einer kleinen Ausstellung mit Künstlern der nahen Balearen und diesem lustigen Exponat bietet sich an
Aus dem Archiv
Nicht ganz so ausdrucksstark, aber über mindestens ebenso versprechenden Weinreben (mit Weinbergschnecken?) der Region Provence-Alpes-Côte d´Azur bei Grillon
Hausfrauliche (m/w/d) Side-by-Side-Alltagskunst
Gewaschene Wäsche ist ein begehrtes HDM-Fotoobjekt. Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit als Produkt-Manager für Dash und Lenor.
Gebeutelte in allen Farben und Formen weitverbreitete spanische Spezies am Straßenrand
Die metallische Ausführung, teilweise mit Gummi ummantelt (Archivfoto 2025)
Zuhause zurück erfreut ein saftiger Nispero vom eigenen Bäumchen im Topf
Die Distel gehört zum Unkraut (mala hierba) nebendran
Vor ein paar Tagen gab’s nur eine Callistemon-Blüte
In Abwesenheit hatte das Bäumchen zu wenig Regen. Jetzt genügt etwas Gießen.
Die deutschen Bezeichnungen für das Myrtengewächs (Zylinder-, Pfeifen- und Flaschenputzer ) werden den unzähligen grazilen Blütenblättern sicherlich nicht gerecht!
Ahora un paraíso algo caótico para las abejas
Auch der Hibiskus belohnt das nachgeholte Nass

Hasta la vista