Le temps de l’Avent

Sind wieder mal unterwegs zwischen der Comunidad Valenciana und dem Freistaat. Dabei ist die grobe Reiseroute meist klar. (Abgesehen von mutigen Umwegen, einmal sogar über die Bretagne)

Der besondere Reisereiz liegt in den mannigfaltigen Oszillationen um die direkte Route. Sie können sehr nah und dabei lohnend sein. Diesmal erlaubt der warme Dezember sogar Reisewege, die sonst so nicht möglich oder sinnvoll sind. Schwerpunkt ist diesmal der französische Teil der Route. Weiteres Kriterium ist die Vorweihnachtszeit, die Adventszeit.

Wenn auch die französische Sprache solch hilfreiche teutonische Wortprägungen nicht kennt, französische Städte strahlen in dieser Zeit ein besonders kreatives und liebevolles Flair aus. Vive la période précédant Noël en France.

Bei unserer Abreise aus Spanien sind die weihnachtlichen Vorbereitungen, auch mit schwerer Technik, noch in vollem Gang
Eine Stunde später: Der Christbaum der Baleària ist zwar wenig spektakulär aber für die kommenden Balearengäste pünktlich bereit
Spanisches Weihnachtsgebäck ist in diesen Tagen noch rar. Stattdessen genießen wir eine typische heiße Schokolade mit köstlichen Churros (eine Art leichter essbare längliche Krapfen)
Hie eine kleine Auswahl handwerklich bis industriell hergestellter weihnachtlicher spanischer Gutsle (schwäbisch). Häufig sind heimische Mandeln und Marzipan Grundlage der heftigen Verführung.
(Foto von vor drei Jahren im Restaurante Rafel in Pego)
Polvorónes (span. polvo – Pulver) sind ein krümeliges, nicht besonders ansehnliches Schmalzgebäck aus Schweineschmalz, Mehl, Zucker, Milch, Mandeln und Nüssen.
Es löst sich im Mund etwas pappig auf. Nachrichten über Erstickungungen sind jedoch Fakes.
Auch dass durch einen gewissen Cristóbal Colón das Gebäck nach Spanien gelangt sein soll ist falsch.
Spätestens zwei Wochen vor Weihnachten sind Dénias Straßen geschmückt, jedes Jahr anders (Foto aus 2022)
Das in den letzten Blogs schon obligatorische Polizeifoto: Die lokalen Helfer sind schon früh in aufgeschlossener Vorweihnachtsstimmung
Am Samstag bei Tagesanbruch geht´s dann los. Beim ersten Kaffeestopp im Pueblo Torredembarra nahe der Autovia das erste Symbol für das große christliche Ereignis
Der Tió de Nadal ist eine Art katalanischer Nikolaus-Brauch
Beim ersten Halt in Frankreich, dem mittelalterlichen Agde, fasziniert uns dieses Graffiti
Der Weihnachtsbaum passt gut zum mittelalterlichen Städtchen
Der Hérault, der dem Département den Namen gibt, erscheint düster aber weihnachtlicher als der zuweilen übliche weiße LED-Firlefanz
Unsere Lieblings- und Übernachtungsstadt Sète hat Weihnachtsschmuck eigentlich gar nicht nötig
Vor dem Rathaus jedoch eine ausgeprägte bunte fröhliche Weihnachtswelt
Weihnachten als Märchenwald
In der Camargue haben ihre berühmten Bewohner nichts mit Papa Noël im Sinn. Sie interessieren sich mehr für uns
Weihnachtliche Camargue
Die beiden Silbermöwen profitieren von unserem vorweihnachtlichen Pique-nique in Saintes-Maries-de-la-Mer am menschenleeren breiten Sandstrand. Es gibt ein wunderbares halbes Poulet Fermier vom Straßengrill mit Baguette aus der Boulangerie nebenan. (Könnte mit jeder Weihnachtsgans konkurrieren, kommt mir in den Sinn)

Ein kleiner Beitrag zur Gender-Diskussion: Die Geschlechter der Silbermöven unterscheiden sich, unüblich für die Vogelwelt, farblich nicht! Männchen sind lediglich etwas größer. Was solls. Die Jungvögel – egal ob m, w, d oder noch unentschieden – sind anders gefärbt und stoßen vier Jahre lang, wiederum alle gleich, ihre anbiedernden Bettelgeräusche aus …
In der Kirche des auch für Wallfahrten berühmten Ortes sind körperpflegende Vorbereitungen für anstehende Ereignisse im Gange
Der Wunsch-Briefkasten an den Nikolaus spielt nicht nur am Rathaus von Saintes-Marie-de-la-Mer für die Kleinen eine große Rolle
Die anschließende Route durch das Rhône-Delta, wieder ein Stück zurück gen Westen, ziert sich mit ihrem schönsten Abendhimmel
Wir übernachten in Montpellier. Aus anspruchsvoll gestalteten modernen Straßenbahnen strömen die Menschen zur Arbeit. Weihnachten scheint noch keine Rolle zu spielen. Eine schöne Idee: Jede einzelne Bahn hat ihren eigenen Künstler.
Dachte ein Leben lang Montpellier sei nur flach. Jetzt unverhofft dieser Horizont!
Wie man sich auch im Kleinen irren kann.
In einer der beiden wunderbaren Parkanlagen inmitten der Stadt wartet auf einer Anhöhe das für jede französische Stadt typische Karussell auf den großen Andrang
Die polizeiliche Präsenz deutet auf einen wichtigen Prozess hin
Dieser traditionelle Baum sagt mehr als die schönsten und buntesten Illuminationen
Wieder en route:
Der Wasserdampf über den Atommeiler hinter der Allee fasziniert, wenn auch etwas unweihnachtlich
Höchst festlich gibt sich unser nächster Übernachtungsort Tain
L´Hermitage in der Provinz Ardéche. Hier werden die winterlich blattlosen Platanen entlang der Rhône zu nadellosen Christbäumen geadelt
Selbst unser Land Cruiser bekommt vom Glanz was ab
Auch traditionelle Klischees für leuchtende Kinderaugen fehlen nicht
Weihnachtlich leuchtet die Rhône-Brücke hinüber nach Tournon-sur-Rhône
Wie ein Hoffnungsbild fürs Neue Jahr
Drüben begegnen wir diesen beiden unweihnachtlich profanen Protagonisten vor malerischer Kulisse
Wieder unterwegs – in der Ferne der Mont-Ventoux. Selten sieht man ihn, einen unserer Lieblingsberge, so klar und deutlich. Er ist für HDM wie ein kleiner emotionaler Nanga Parbat, sein Lieblingsberg aus der Jugendzeit.

Zugegeben, etwas weit hergeholt. Die Provence drumherum wäre dann Kaschmir. Naja. Auch der nachhaltig lange Ventoux-Aufstieg von Westen her ist nicht ganz vergleichbar. Jedoch, die Mühe all der tapferen Radler die hier hoch wollen rechtfertigt die quere Vorstellung.
Zurück zur Bescheidenheit: Das Rathaus von Nantua
Weniger bescheiden und höchst bedeutend ist Nantuas großartige Abbatiale (L’église Saint-Michel). Ursprünglich eine romanische Kirche der Cluniazenser wird sie Ende des 12. Jh. nach einer Zerstörung im regionalen gotischen Stil wieder aufgebaut.
Höhenflüge eines Graffiti-Künstlers
Unterwegs diese einfache aber visuell wirksame Gestaltung in einer kleinen Industriestadt
Dann unsere letzte Übernachtungsstadt Besançon in der immer noch als wirtschaftlich zurück geblieben geltenden Franche-Comté.

Während weihnachtliche Dekorationen hier eher bescheiden zurückhaltend sind, begeistern uns aufwändige eigenständige Gestaltungen der Geschäfte, hier eines Uhrmachers.
Das Foto für unsere diesjährige Weihnachtskarte finden wir in der Église Sainte Madeleine
Der Sacristain (Mesner) beleuchtet uns Kirche und Krippe
In der Kathedrale Saint Jean fällt die Krippe noch schlichter aus
Auf einem neben der Krippe liegenden Notizblock hinterlassen wir spontan eine Botschaft.
Dazu noch eine Gender-Info: Noël ist weder weiblich noch männlich! HDMs schlechtes Gewissen wäre nicht nötig gewesen
Zur Culture française gehören natürlich auch die französischen Gutsle (schwäbisch für Weihnachtsgebäck) in all ihren Versuchungsvarianten
Einfach auf dem Punkt
Kann’s nicht lassen
Während unseres 10-Kilometer-Viertel-Marathons durch viele Ecken der Stadt fallen immer wieder die bläulich-gelblichen Bausteine auf. Sie werden in der Nähe abgebaut, erfahren wir.
Vaubans mächtige Zitadelle ist da weniger filigran
Erwartung oder bloß Werbung? Schaun mer mal
Vielleicht ist Mademoiselle Jaqueline schon auf dem Weg an einen zur Weihnachtszeit schneesicheren Ort
Heute wollen wir ankommen.
Auf heimischen Straßen sind vermutlich schon Weihnachtsgeschenke unterwegs zu den Lieben.

Als ehemaliger Marketingmensch und zum Zeitvertreib studiert HDM die Claims und Slogans der Logistik. Seine Kommentare wären unweihnachtlich.
Dann kurz vor dem Ziel: Wie jedes Jahr der unermüdliche wunderbare Weihnachtsschmuck der Holzhausener Familie Manhart
Weihnachtliche Nachbarschaftsbeleuchtungen (neighborhood lights) sind, so lese ich gerade in der vertrauenswürdigen Washington Post, nach einer Umfrage in den Vereinigten Staaten der drittliebste Weihnachtsbrauch nach Gutsle und Weihnachtsbäumen
Einen Weihnachtsbaum haben wir eigentlich direkt vor dem Haus
Fehlt nur noch das bissle Schmuck
Das geht auch ohne Hebebühne (siehe Anfangs-Foto)

„Bloquons tout“

Der große Streik ist für Mittwoch angesagt. Und wir wollen am Sonntag in der Früh wieder mal quer durch Frankreich nach Dénia starten. Der geneigte Leser weiß, dass la France mehr als nur eine Vorfreude auf unser spanisches Domizil ist. Was tun?

Das Reisewetter nimmt die Entscheidung ab. Es soll weniger als durchwachsen sein. Wir verschieben auf nächste Woche. Obwohl auch da schon jetzt, wiederum am Mittwoch, Blockaden angesagt sind. 

Am folgenden Sonntag geht’s also los. Unverdrossen. Das Wetter unterwegs scheint prima zu werden und kritische Streikzentren wollen wir ohnehin meiden. Auch andere lieb gewonnene Städte wie Lyon und Bordeaux lassen wir nördlich oder südlich in sicherer Distanz liegen. Aus dem Mercredi wird dann ohnehin Jeudi und da sind wir längst am unpolitischen Atlantik. Dort schlägt nur der Ozean hohe Wellen.

„Bloquons tout“ – Am ursprünglich geplanten Mittwoch ist in den großen Zentren wirklich was los. Da wollten wir nicht dabei sein. Unterwegs beruhigen uns dann Franzosen mit „seulement à Paris“
Wir fahren lieber wieder mal den beschaulichen Canal du Centre entlang. Genießen auf dem lange parallel verlaufenden, eigentlich gesperrten, Landweg die zahlreichen malerischen Schleusenhäuschen. Samt ihrer antiquierten aber funktionierenden Technik. Drum herum die burgundischen Weinberge der Côte de Beaune und der Côte Chalonnaise. Und – die grünen Weiden des Charolais mit den in der Gastronomie des Landes so begehrten weißen Rindern.

Der Canal du Centre schlängelt sich 112 Kilometer lang zwischen Chalon-sur-Saône (an der Saône) via Paray-le-Monial (siehe das vorausgehende Erlebnis)) bis nach Digoin an der Loire. Mithilfe weiterer Kanäle ermöglicht er Binnenschiffen und Sportbooten über die Seine Zugang zum Atlantik und über die Rhône zum Mittelmeer.

Man stelle sich – in einer französischen Pénichette – eine französische Weltreise zwischen den beiden Meeren vor … ça serait quelque chose!

A propos Digoin: Auf der dortigen Kanalbrücke quert der Canal latéral à la Loire (im Vordergrund) den tiefer gelegenen Fluss Loire (Foto aus 2019)

Die alten Zeiten industriellen Tuns …
… sind längst vorbei. Ab dem späten 18. Jahrhundert (um die Französische Revolution herum!) hat unser Canal zum wirtschaftlichen Aufschwung des Bergbaureviers Montceau-les-Mines beigetragen. Heute hat er eher touristische Bedeutung.
Das bescheidene malerische Ton-in-Ton-Besitztum erfreut das aufgeschlossene Fotografenauge
Beschauliches Outdoor Office
Existenzielle Nahrungssuche
Wir stören
Auf sattgrünen Weiden die nicht nur für´s Auge köstlichen Charolais-Rinder mit Schlösschen und Hof
Die Kormorane begeben sich schon früh auf ihre Schlafbäume. Für uns sind sie gefiederte Lebenskünstler zwischen Starnberger See, Atlantik und Mittelmeer
Im Mairie von ‎⁨Montceau-les-Mines⁩ ist um die französische Mittagszeit offenbar nur der Concierge zugange …
Dann ‎⁨Paray-le-Monial⁩, ⁨diesmal von der anderen Seite. Wieder genießen wir die romanische Hochburg ohne die sommerlichen Pilgerscharen.
Diesmal sind kleinere Entdeckungen dran: dieser Baum gedeiht direkt neben der Kathedrale ohne Rinde!
Ein Wunder? Unser einheimischer Informant glaubt es nicht
An ein Wunder allerdings erinnert die Chapelle des Apparitions im neoromanischen Stil. Zwischen 1673 und 1689 erscheint hier der Salesianerin Marguerite-Marie Alacoque das Herz Jesu „authentifiées par son confesseur, le jésuite Claude La Colombière„. Na ja.

Die Zeit verklärt und verstärkt markante Weltereignisse … 1920 wird M-M vom Namensbruder unseres Papstes aus Marktl, Benedikt XV, heiliggesprochen.

„Avant d’entrer dans la chapelle des Apparitions, je marque une pause. C’est en ce lieu précis, dans le chœur actuel de la chapelle, que Jésus a découvert son Cœur brûlant d’amour à sainte Marguerite-Marie et lui a demandé son cœur en retour d’amour. Entrer dans cette chapelle, c’est symboliquement entrer dans le Cœur de Jésus pour y faire ma demeure, pour me laisser consumer par les flammes ardentes de son amour. J’entre pour consacrer mon cœur et tout mon être au Sacré-Cœur.“
Quelle: sacrecoeur-paray.org/parcours-du-jubile-3eme-etape-chapelle-des-apparitions
Die Heilige
Die liebevoll missionierende kolumbianische Nonne lässt uns auch außerhalb der Besuchszeit rein und schenkt uns zwei Medaillons.
Sie spürt, dass das Jesús-Bild zum ehemaligen Protestanten HDM besser passt als ein Heiligenbild. Werde es in Ehren halten.
Die Verbindung zu unserem nahen Hotel Le Prieuré ist unübersehbar
Das abendliche Mahl ist diesmal noch kreativer …
… als der köstliche burgundische Kalbskopf beim letzten Besuch
Am anderen Morgen besuchen wir nochmal die Basilika Minor. Das gewaltige Fresko in der Chorapsis inmitten der Vierung beeindruckt jedesmal neu.

Der legendäre Grafensohn und spätere Abt von Cluny, Hugues de Seymour, läßt die Basilika im 11. Jh. nach dem Vorbild der Abteikirche von Cluny ausbauen.
Weiter geht´s dann nach Ussel: Wir finden es hinter dem großen Mischwald
Qu´est-ce que c´est ?? Ussel ??

Es hat für HDM eine besondere persönliche Bedeutung. Zwei Gendarmen dieses Städtchens haben mir damals den Führerschein geraubt. Ich sei mit etwas über 150 zu schnell gefahren und bei Regen seien nur 110 erlaubt.

Fakt ist jedoch, dass die damals neue wunderbare und nachts vollverwaiste Autobahn trocken ist – lediglich ein paar ärmliche Regentropfen trüben die Scheibe …

So werden wir nach langem schicksalhaft vergeblichem Gendarmen-Warten hinter den Büschen willkommene Opfer. Der damalige Mercedes G kommt denen als neue Geschäftsidee gerade recht. Die Argumentation des vorlauten Wortführers ist dann so ärmlich wie jetzt die kleine Stadt (pardon).

Kurzum: Sie behalten meinen Führerschein. Das sei in Frankreich so üblich.

Bin spätestens nach dem jetzigen Besuch versöhnt. Dieses abgelegene ärmliche Village brauchte das Erfolgserlebnis und die flankierende Einnahme.

Gerächt hat sich HDM ohnehin schon zuvor: Die ganze Aktion war nach europäischen Recht höchst bedenklich. Selbst in Ussel hatte man dies bald erkannt. Man wollte den exotischen deutschen Führerschein schnell wieder los werden. Cependant incroyable: Im Einschreibebrief des Rathauses war das begehrte Objekt dann nichtmal drin! Pauvre mairie de Ussel …
Das brachte HDM auf die ihm wohltuende Idee, seinem Permis de Conduire eine Odyssé franco-allemand zu gönnen. Die folgenden Einschreiben nach Bayern und in die Communidad Valencia gehen einfach zurück.

Erst nach einer persönlichen Bitte des Bürgermeisters (le maire – premier officer municipal élu par le conseil municipal) das Dokument nach Irrwegen endlich wieder in Besitz zu nehmen, vereinbaren wir eine versöhnliche Zusendung an HDMs heimisches Landratsamt. Dort hatte man ihm unbürokratisch ohnehin längst einen Ersatz für das Raubgut ausgestellt.

Aujourd´hui une belle histoire – n’est-ce pas?
Franchement, ein gewisser verstaubter Charme ist dem Städtchen nicht abzusprechen …
… besonders wenn es um französische Lingerie geht
Laufen garantiert keine 150 mehr
Die romanische Église Saint-Martin ist so düster wie die nächtliche Gendarmerie damals. Namensgeber Saint Martin gilt als erster „évangélisateur de l’Europe“ und als Symbol christlicher Nächstenliebe.

Dies scheint meinen Gendarmen damals entgangen zu sein. Auch die Orgel hat historische Bedeutung. Auf die erbetene Spende haben wir trotz Happyend verzichtet.
Für eine Stadttaube ungewöhnliche weiße Gefiederanteile lassen auf eine Kreuzung mit einer Friedenstaube schließen – Symbol der Versöhnung …
Stunden später eine total andere nächtliche Welt
Anderntags wissen wir, sind im Surfer-Paradies gelandet
Kollegen sind schon da: … gut ausgestatteter Fotograf …
… themennahe Bloggerin mit Assistent
Motive gibt’s ohnehin genug
Vive la France …
… de chaque couleur et chacun*une à son*sa goût (ein persönlicher Versuch teutonische Sprachfortschritte auf Französisch zu übertragen. Pardon chers Français et chères Françaises, pardon honorable Académie française)
Sympathisches naturnahes tête à tête
Gute Berechnung
Schwätzle der jolies demoiselles
Leicht zerzauster Spatz (le moineau)
Atlantisch-französisches Outdoor Office
Wenige Kilometer hinter dem Atlantik: Das sympathische Mairie de Capbreton und der freie Platz davor laden zur überschaubaren Stadtbesichtigung ein
Hoffentlich sind diese mutmaßlichen flinken Gegenstücke zu den Strandläufern als Asphaltläufer nicht zu gut getarnt
Die Leuchtturm-Kirche mit menschennaher Doppelfunktion für Seeleute und fromme Seelen
Auch drin meer- und menschennah anheimelnd
Macht Lust auf die andere Kanalseite namens Hossegor
Wohl keine künstlerische Überzeichnung: Höre soeben im regionalen Wetterbericht dass die Atlantikwellen derzeit über zehn Meter hoch sind
Am Abend gönnen wir uns mal wieder Atlantisches, zugegeben aufgemotzt mit invasiven Köstlichkeiten (aber wer weiß das schon)
Am anderen Morgen erkenne ich in Hossegor das Hotel eines Urlaub vor mehr als einem halben Jahrhundert
In der Ferne locken die Pyrenäen
D´Frau erkennt den Larhun, franz. La Rhune obwohl er/sie nur 905 Meter hoch ist
Dann Bayonne
Eine von zahlreichen Festungen von Vauban, dem höchst produktiven Baumeister des grandiosen Sonnenkönigs. 2008 gab es ziemlich Ärger, als die UNESCO nicht sämtliche Anlagen des Meisters als Welterbe aufnehmen wollte.
In der Cathédrale Sainte Marie de Bayonne versammeln sich im Mittelalter Pilger auf dem sogenannten Voie de Soulac (nördlich von unserem Capbreton gelegen), einem Abschnitt des Jakobswegs nach Santiago. Eine Statue des als Pilger gewandeten Heiligen Jakobus steht im südlichen Querschiff. 1998 wird die Kathedrale als Teil des „Weltkulturerbe(s) Jakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet.
Wir genießen das bunte Menschenwerk und seine passende Stilvielfalt unabhängig von tourismuswirksamen Auszeichnungen und bauhistorisch strengen Stil-Vorgaben
An Biarritz fahren wir heute wieder mal vorbei
Das spanische Herzstück des Golfes von Biskaya lockt mehr. Der tiefe Capbreton Meeres-Canyon verläuft hier parallel zur Küste und begünstigt regelmäßig einen ordentlichen bis extremen Seegang. Für HDM, sonst standortbedingt Anhänger von Binnengewässern zwischen Boden- und Würmsee mit Mittelmeerbezug, schon als Vorstellung immer wieder gigantisch.
Gesteinsformationen, hier unterschiedlichste Schichtungen, sind eine Fundgrube für Geologen
Unterwegs unweit der Küste dann immer wieder bescheidene …
… baulich stilfrei eigenständige …
… und malerische Orte

In Comillas bleiben wir über Nacht
Nur von wenigen Vecinos umgeben schmecken die diesmal ausschließlichen Früchte des nahen Ozeans besonders gut
Anderntags lockt der Strand unter dem Hotel
Nichts wie hin
Auch Hundebesitzer genießen ihre spezifische Herausforderung moderner Freizeitgestaltung
Einer unserer meist schwarz gefiederten Begleiter und Lebenskünstler ist schon da
Friedhöfe unterwegs erzählen viel über Land und Leute
Abgelegene liebliche grüne Landschaften und Meerzungen prägen die Leute
Spanische Stier- statt französische Charolais-Idylle
Ehrgeizige Pilger***Innen sind auch schon da
Das Zwischenziel Ribadesella lockt für devotes pilgerliches Fundraising
Als Kindheitsort der jetzigen Königin Letizia, frühere Prinzessin von Asturien, ist der Ort recht attraktiv geworden (HDM schätzt sie. Wie der Kini verbindet sie nicht nur Königstreue)
Weniger prinzessinnenhaftes Geschöpf am Wegesrand
Für das Tagebuch ist längst ein Atlantik-Selfie fällig
Besuchsauftakt in Aragon´s Oviedo. Die aktuelle Fiesta San Mateo animiert
Die jovenes
Los Jovenes wollen, noch unbekümmert, hoch hinaus
Im Land des Cidre
Als Hauptstadt Sitz der Junta de Aragon
Bürgerhäuser und Wohnungen im doch recht wohlhabenden Norden
Demo von Meernähe auf dem Teller
In Aragon gibt´s eher Bären als Stiere
De vuelta en la carretera – Ein kleines „Bloquons tout“ auf spanische Art auf dem Weg zu unserer klösterlichen Hospederia für heute Nacht: Die Polizei will uns nicht durchlassen … Caramba!
Erinnere mich an vorausgehende gute Erfahrungen mit der Guardia Civil (im Foto in einer früheren reisenahen Angelegenheit)
Durch entsprechend gutes Benehmen und mithilfe des vorbei kommenden Amigos eines dortigen Mönches erreichen wir das streng bewachte Ziel. Unerwartet erleben wir morgen hautnah einen Ort jüngerer noch nicht aufgearbeiteter spanischer Geschichte.

Das nächste Mal mehr

Unser alternativer Jakobsweg nach Spanien (VII)

Unser alternativer Jakobsweg nach Spanien (VII)

Camino-Stationen Collioure vs Cadaqués

Natürlich plagatieren wir hier nicht die unzähligen wie unnützen Vergleichstests wie sie z. B. im Fernsehen laufen. Das liefe auch einem der wichtigsten Grundsätze des Marketings, dem Postulat der Einzigartigkeit (uniqeness) zuwider. Uns reizen vielmehr ein paar persönlich relevante Wahrnehmungen in zwei vergleichbaren Orten des nordwestlichen Mittelmeers mit authentischem Kunstbezug (Fauvismus vs Surrealismus). Welches „Künstlerdorf“ gefällt uns besser? Besucher inklusive. weiterlesen →