VILLEN UND MONUMENTE

Gesichter des Starnberger Sees (Folge 3)

Der See vor den Toren Münchens war schon immer für die Besiedlung begehrt. Das Beharrungsvermögen der angestammten Fischer und Landwirte hat jedoch lange den Begehrlichkeiten widerstanden. An ihre Stelle treten heute die Umweltverbände und stellen sich Erbgenerationenb und kommunalpoltischen Schwächlingen oder Ehrgeizlingen in den Weg.

Die aktuelle Gefahr sind siedlungsähnliche Wohngebiete und zu große Hauseinheiten. Ein Beispiel ist das zu Münsing gehörende Ambach, ein Juwel am See.

Auf dem Weg von München nach Ambach kommt kein Blick an diesem Kirchlein vorbei. Sie ist, mit dem Wettersteingebirge und der Zugspitze im Hintergrund, ein Parademotiv der Region und Oberbayerns. Die riesige über tausendjährige Linde fiel vor Jahren einem heftigen Sturm zum Opfer.

Der Fischmeister vom Bierbichler als Postkartenmotiv und heutiger Treff der Wochenendmünchner. Der häufig von ihnen als Bräunungsgrill belagerte Anlegesteg der Bayrischen Seeschifffahrt wurde von deren Administration einfach abgesägt und schnitt Ambach über Wochen von der Seeschifffahrt ab.

Streitthema Siedlungspolitik: Ein erträglicher da solitärer und letztlich schlichter hochwertiger  Neubau auf einer wenig aufdringlichen Parzelle. Freilich schaute der frühere Grünwaldhof anders aus.

Zum weiteren Vergleich ein paar individuelle Ambacher Häuser vergangener Zeiten an der Seestraße und drum herum.

 Auch „Starvillen“ und der mächtige Luigenkamer Hof (unten) auf der Anhöhe hinter uns fügen sich harmonisch in die grüne Wohnlandschaft ein. Früher galt die Regel dass kein Haus vom See aus sichtbar sein dürfe. Heutige, gegenüber Immobilienhaien schwächelnde Dorfadministrationen stellen dies regelmäßig in Frage.

Bauliche Schönheiten im südlichen Seeshaupt. Neu entstanden ist das ehemalige Lido. Respekt.

Am Westufer die Tutzinger Kustermann-Villa mit sinnbildhaftem Fleischerhaken sowie das verspielte Krankenhaus. Welch´ grazile Antithese zum Klinikum Großhadern in München (das ich im März 2015 von Spanien aus kennen lernen durfte).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graziler wird´s wieder um Sissi´s Possenhofen herum. Selbst das wuchtige Hotel Königin Elisabeth strahlt leichte Unbeschwerdheit aus – in Übereinstimmung mit dem landläufigen aber zweifelhaften Image der österreichischen Kaiserin.

 

 

Auf der Roseninsel wird´s dann richtig romantisch, schräg gegenüber des wehmütigen Kini-Historienmonuments in Berg.

Der Bismarck-Gedenkturm in Assenhausen ist das ebenso deftige preußische Gegenstück zur oberbayrischen Votivkapelle, beide eigentlich recht untypisch für die sonstige Leichtigkeit des Sees.

 

 

Das Jenhausener Kirchlein wenige Kilometer vom Westufer gelegen.

 

 

 

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