Dieser Blog ist ein bunt gemischtes Allerlei von Fotos aus dem Alltag 2025. Sie werden sich so oder ähnlich im neuen Jahr wiederholen und bilden eine Brücke ins neue. Ereignisse sind dann schon vertraut, man erlebt sie bewusster nochmal: vertiefend, bereichernd, mit neuer Erkenntnis. Das tut quer durch den Alltag gut und rechtfertigt das etwas bunt geratene Mix.
Dazu die textliche Untermalung: Im neuen Jahr nimmt HDM regelmäßig einen alten spanischen Schmöker zur Hand: Das Kritikon. Wunderwälzer aus Spanien nennt der Spiegel 2004 das tausend Seiten dicke Fischer-Taschenbuch.
Es ist eine höchst anschauliche und authentische Schilderung zwischenmenschlicher Themen und Nöte im europäischen Barock. Wie leicht glorifizieren wir diese Zeit wenn wir ehrfürchtig eine der großartigen Barockkirchen betreten. Aber, erstaunliche Parallelen zu unserer eigenen, zuweilen unverständlich werdenden Welt tun sich auf.
Wie sich verhalten steht in der Schrift Das Handorakel und Kunst der Weltklugheit. Ein Manual der Lebenskunst des Ehrgeizigen in der barocken und – möglicherweise – auch in unserer Welt . Manches scheint übertragbar, zumindest nachdenkenswert.
Autor beider Schriften ist der spanische Jesuit Baltasar Gracián. Im tiefen 17. Jahrhundert analysiert er die Gesellschaft um ihn herum: Arme (los pobres), Reiche (los ricos) und die Mächtigen (los poderosos). Das resultierende Handorakel umfasst dreihundert Thesen praktischer und ungeschminkt schonungsloser Lebensklugheit:
Mit Ehrlichkeit und Gutmütigkeit kommt man nicht weit. Zum Erfolg braucht man Beziehungen, muss sich verstellen können und die Machenschaften seiner Mitmenschen durchschauen.
Gracián weiß natürlich auch, dass so erzielter Erfolg allein kein erfülltes Leben ausmacht. Werte wie Weisheit, Gelassenheit und persönliche Reife gehören dazu. Insgesamt eine anspruchsvolle Orientierung für einen versprechenden Weg zu einem sinnvollen und glücklichen Leben in einer komplexen Welt von Intrigen, Korruption, Macht und was sonst noch!
Graciáns dreihundert Ratschläge gründen – aufmerksam studiert – tiefer als übliche Management- und Work-Life-Balance-Seminare unserer so alles wissenden heutigen Zeit. Heute übliche Schlagwörter finden hier, These für These, mehr anschauliche Substanz: Positiv denken, die eigenen Fähigkeiten nutzen, Beziehungen aufbauen, die Zeit gut einteilen …
Des Jesuiten Stärke ist seine schonungslose Ehrlichkeit. Sie ist der eigenständige strategische USP seines Handorakels. Das hilft dem Inhalt, wohl nicht ihm: Er wird auf Anordnung Roms bei Wasser und Brot in die Pyrenäen verbannt.
Wir dagegen drücken auch Lebenskonzepten, häufig zur vordergründigen wettbewerblichen Differenzierung, unseren eigenen persönlichen Stempel auf. Diese Individualisierung entwertet Aussagen zu brisanten Themen. Anstelle von Rom wird´s dann hoffentlich der Markt richten.
Noch ein profaner Hinweis: Für nicht berufsmäßige Fotografen wie HDM ist eine solche Alltags-Galerie auch ein Motiv für ständiges Kameraschleppen. Selbst ohne die früher sperrige Spiegelreflex-Mechanik ist eine Vollbild-Kamera leider immer noch nichts für die Westentasche.
Wohin geht’s wohl im neuen Jahr?
Hierzu der erste Beitrag des Spaniers. Die folgende und alle weiteren zitierten Übersetzungen von Handorakel-Thesen aus dem Spanischen stammen von keinem Geringeren als Arthur Schopenhauer(Quelle: www.handorakel.de/impressum.html)
Orakel 19 – Nicht unter übermäßigen Erwartungen auftreten Es ist das gewöhnliche Unglück alles sehr Gerühmten, daß es der übertriebenen Vorstellung, die man sich von ihm machte, nachmals nicht gleich kommen kann. Nie konnte das Wirkliche das Eingebildete erreichen: denn sich Vollkommenheiten denken, ist leicht; sie verwirklichen sehr schwer. Die Einbildungskraft verbindet sich mit dem Wunsche und stellt sich daher stets viel mehr vor, als die Dinge sind. Wie groß nun auch die Vortrefflichkeiten sehn mögen, so reichen sie doch nicht hin, den vorgefaßten Begriff zu befriedigen: und da sie ihn unter der Täuschung seiner ausschweifenden Erwartung vorfinden; so werden sie eher seinen Irrthum zerstören, als Bewunderung erregen. Die Hoffnung ist eine große Verfälscherin der Wahrheit: die Klugheit weise sie zurecht und sorge dafür, daß der Genuß die Erwartung übertreffe. Daß man beim Auftreten schon einigermaaßen die Meinung für sich habe, dient die Aufmerksamkeit zu erregen, ohne dem Gegenstand derselben Verpflichtungen aufzulegen. Viel besser ist es immer, wenn die Wirklichkeit die Erwartung übersteigt und mehr ist als man gedacht hatte. Diese Regel wird falsch beim Schlimmen: denn da diesem die Uebertreibung zu statten kommt, so steht man solche gern widerlegt, und dann gelangt das, was als ganz abscheulich gefürchtet wurde, noch dahin, erträglich zu scheinen.
Für Freunde der spanischen Sprache zur Beurteilung der Schopenhauer-Übersetzung die ersten drei Sätze der These im Original: No comenzar con demasiada expectación. Es un chasco frecuente ver que todo lo que recibe muchos elogios antes de que ocurra no llegará después a la altura esperada. Lo real nunca puede alcanzar a lo imaginado, porque imaginarse las perfecciones es fácil, pero es muy difícil conseguirlas.
Jetzt aber frohgemut und mit Zuversicht ins neue Jahr! Wir treffen den Naturfotografen Sebastian Frölich kurz vor Weihnachten in Garmisch. Seine Steinbock-Fotos faszinieren den Hobby-Fotografen HDM besonders. Prompt posiert er vor seinem Werk (siehe froelich-natur-fotografie.com)
Kann ein zerzauster Spatz ein kleines Vorbild für etwas mehr Bescheidenheit im neuen Jahr sein? Wir treffen ihn im September am französischen Atlantik
Mehr Gelassenheit – jeder auf seine Art? Orakel 174 –Nicht hastig leben Die Sachen zu vertheilen wissen, heißt sie zu genießen verstehn. Viele sind mit ihrem Glück früher als mit ihrem Leben zu Ende: sie verderben sich die Genüsse, ohne ihrer froh zu werden: und nachher möchten sie umkehren, wann sie ihres weiten Vorsprungs inne werden. Sie sind Postillione des Lebens, die zu dem allgemeinen raschen Lauf der Zeit noch das ihnen eigene Stürzen hinzufügen. Sie möchten in Einem Tage verschlingen, was sie kaum im ganzen Leben verdauen könnten. Vor den Freuden des Lebens sind sie immer voraus, verzehren schon die kommenden Jahre, und da sie so eilig sind, werden sie schnell mit Allem fertig. Man soll sogar im Durst nach Wissen ein Maaß beobachten, damit man nicht die Dinge lerne, welche es besser wäre nicht zu wissen. Wir haben mehr Tage als Freuden zu erleben. Man sei langsam im Genießen, schnell im Wirken: denn die Geschäfte sieht man gern, die Genüsse ungern beendigt.
Ohne Hast Freude teilen (nicht von Gracián)
Herrschaftlich gelassen im spanischen Safari-Park bei Penáguila (Alicante)
Vom Auto aus wagt HDM, trotz strikten Verbots, für dieses objektnahe Foto das Fenster zu öffnen. Pech gehabt, die überall installierten Kameras entdecken uns und wir werden (erwartungs- und ordnungsgemäß) des Parks verwiesen … Gott sei Dank ist die Tour ohnehin beinahe zu Ende
Dazu eine weitere, eher auf den Königstiger passende Gracián-Erkenntnis:
Orakel 42 – Von angeborner Herrschaft Sie ist die geheim wirkende Kraft der Ueberlegenheit. Nicht aus einer widerlichen Künstelei darf sie hervorgehn, sondern aus einer gebietenden Natur. Alle unterwerfen sich ihr, ohne zu wissen wie, indem sie die verborgene Macht natürlicher Autorität anerkennen. Diese gebietenden Geister sind Könige durch ihren Werth, und Löwen, kraft angebornen Vorrechts. Durch die Hochachtung, die sie einflößen, nehmen sie Herz und Verstand der Uebrigen gefangen. Sind solchen nun auch die andern Fähigkeiten günstig; so sind sie geboren, die ersten Hebel der Staatsmaschine zu seyn: denn sie wirken mehr durch eine Miene, als Andre durch eine lange Rede.
Freude sich wieder mal zu sehen oder sogar gegenseitige Bewunderung? An unserem Spazierweg zu einem Tostada con tomate mit Café con leche im Mena. Es liegt am Ende des Weges vor dem Cabo San Antonio, in gewisser Weise am Ende zumindest dieser unseren kleinen Welt – ähnlich dem Cabo de Finisterre an der Westküste Galiciens, westlich von Santiago de Compostela.
Jedenfalls ist dies eine recht ungewöhnliche tierische Begegnung in Black & White Solche Begegnungen sind selten, wenn auch die beiden Arten, Seidenreiher und Kormorane, in ihren Kolonien gerne nebeneinander leben.
Als Zugvögel sind Seidenreiher (wiss. Egretta garzetta) auch zwischen Deutschland und Afrika unterwegs. Als Schreitvögel gehören sie zur Familie der Reiher. Wie die Kormorane sind Seidenreiher recht schweigsam – vielleicht deshalb die gegenseitige Zuneigung. Auch für die Gefiederpflege nehmen sich beide viel Zeit. Die viel tauchenden Kormorane trocknen sich mit ausgebreiteten Flügeln wie Sonnenanbeter.
Beide mögen Fische. Ihre Technik Fische zu fangen ist jedoch unterschiedlich. Seidenreiher laufen mit erhobenen Flügeln durch das seichte Wasser und scheuchen Fische und Krebstiere auf. Auf Wiesen und Feldern suchen sie Frösche, Insekten, Würmer, Käfer und kleine Säugetiere. Kormorane jagen mit ihren kräftigen Flügeln und Schwanzfedern unter Wasser – in Seen, Flüssen und Küstengebieten. In Deutschland heimische Tiere bleiben in der Regel auch im Winter. Beide Arten ziehen als Schlafplätze Bäume vor.
Wiedersehen auf beiden Seiten des Ambacher Gartenzauns
Vereinte Neugier
Menschliche Herausforderung der Zweisamkeit: Real gewordenes Wunschbild einer gemeinsam tätigen Partnerschaft
Dito, mit Atlantikblick
Traditionelle Hetero-Eintracht im Tango-Takt
Stolz. Jeder auf seine Art.
Selbst Langweile kann verbinden
Offenbare Zuneigung – auch bei augenscheinlich unterschiedlichen Interessen
Dito
Kommentarlos ein Herz und eine Seele
Zur geruhsamen Entspannung besser tutto solo
Solo. Alles andere als artgerecht und trotzdem happy. Geliebtes älteres Foto
Vorzeigbar stattlicher Begleiter für den Einkaufsbummel
Kritisch konforme Neugier (Oder: Wenig Kunstverständnis für die als Graffiti neu gestalteten Persianas des Nachbarn)
Behördliches Kunstverständnis im Land eines Picasso und Salvador Dalí ?
Dito mit ratlosen Nutzern? Kostspieliger aktivistischer Auswuchs behördlicher spanischer Diversitätspolitik (span. diversidad)
Für jede*n eine extra rosa Brille macht manches erträglicher
Nützlicher Einsatz von Farben im Straßengeschehen
Eindrucksvoller Verschönerungsbeitrag für alle – gracias Señora Eine auch im früheren württembergischen Schwabenland übliche Tugend
Hoffnung auf heute mehr denn je dringend nötigen Nachwuchs: Friedenstauben auf Freiersfüßen mit profanem Voyeur oder ebensolcher Voyeuse
Partnerlook en bleu ohne Verzicht auf belebende Individualität
Partnerschaft mittels Einsatz gemeinsamer Kommunikationstechnologien
Geht natürlich auch solo
Einfach liab
Dito Quelle: www.fotocommunity.de/fotograf/hdmaier/2198811
Schlamm als verbindendes Medium
Immer wieder black & white
Auch auf die Lautstärke kommt´s an Glückskeks zum richtigen Einsatz der Stimme vom Vietnamesen
Im höheren Alter wird man ohnehin leiser
Gute Wünsche gehen immer Hier von HDMs Lieblingspartei (vor vielen vielen Jahren) Dazu: Orakel 202 – Reden und Thaten machen einen vollendeten Mann Sagen soll man was vortrefflich und thun was ehrenvoll ist: das Eine zeigt die Vollkommenheit des Kopfes, das Andere die des Herzens, und Beide gehen aus der Erhabenheit der Seele hervor. Die Reden sind der Schatten der Thaten; jene sind weiblicher, diese männlicher Natur. Besser gerühmt zu seyn, als ein Rühmer. Das Sagen ist leicht, das Thun schwer. Die Thaten sind die Substanz des Lebens, die Reden sein Schmuck. Das Ausgezeichnete in Thaten ist bleibend, das in Reden vergänglich. Die Handlungen sind die Frucht der Gedanken: waren diese weise; so sind jene erfolgreich.
Spätestens jetzt bitte ich um Verständnis dafür, dass die geneigten nicht-maskulinen Leser und Leserinnen den im Barock angestrebten „vollendeten Mann“ auf unser heutiges (hoffentlich vertretbares) Gender-Verständnis umsetzen müssen
„Die Thaten sind die Substanz des Lebens, die Reden sein Schmuck“ Selbst ist die Frau (oder der ebensolche Mann)
In Schwabing mobil mit Radelrutsch tätig … (schwäbisch für Tretroller)
… südlicher mit Geduld und Bus HDMs nach Klicks gerechnet erfolgreichstes Foto hängt großformatig im Wartezimmer einer renommierten Zahnarztpraxis im BW-Ländle www.fotocommunity.de/fotograf/hdmaier/2198811
Vermutete Zubereitung nach der Busfahrt „Vom mediterranen Tostada con tomate mit kalt gepresstem Olivenöl (aceite de oliva), Meersalz und Wasser kann man leben“, sagte Siegfried Borho, ein unvergessener deutsch-spanischer Unternehmer Auch für uns ist das Tostada täglich Brot geworden
Mir fällt die ähnliche Form auf und die Erinnerung aus dem Religionsunterricht ein: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein …
Ein begehrtes Ambacher täglich Brot ist die Brezen Die schwäbischen Bretzeln werden hier erfreulicherweise immer besser
Dazu eine immer schon gute Almbutter …
… im Gegensatz zur Verpackung des Fruchtquarks derselben Molkerei Diese reagiert auf einen freundlichen Info-Hinweis nebst diesem Foto per Email überhaupt nicht. Haben wir denn in dieser Branche noch immer die alten Zeiten als HDM mit Marketing, PR, Obstgarten, Fruchtzwerge und Co mehr Professionalität versuchte? Gewissensfrage: Jetzt auch den Almbutter (schwäbisch) nicht mehr von Andechser kaufen? Beim Quark sind wir schon auf den Berchtesgadener Bio-Topfen mit ebenfalls köstlichem Inhalt unter einer zuverlässigen Deckelfolie umgestiegen.
Der Neue
Deftig und garantiert ohne Folie Dieser valencianische (fleischfreundliche) Genuss ist trotz gesunder Verduras als täglich Brot nur eingeschränkt empfehlbar. Donnerstags allerdings ist der Putxero (castell. Putchero) wöchentlicher Kult ¡Que aproveche!
Und wir partizipieren an gastronomischen Auszeichnungen durch unsere nicht nur wöchentliche Treue
Auch bei der ersten von Pascual junior selbst gebrutzelten Paella dürfen wir dabei sein
Zuhause übt der bayerische Nachwuchs (Nele und Romy) hinlänglich bekannte wie begehrte Spezialitäten
Zünftig einfache spanische Lebensmittelpunkte dieser Art verführen drinnen …
… wie draußen (dentro o fuera ist eine übliche Frage bei Reservierungen)
Gästin … fuera
Beinahe dentro diese schwer bestimmbare spanische Spezies
Bekannte globale und hausnahe Spezies in Überlegung wie dem mediterranen Fischkopf beizukommen sei
Sympathisches Baby-Kriechtier an der wärmenden Hauswand
Vertraute weitere Begegnungen mit der Natur … in Stadt
… Feld
… winterlicher Flur
… verschneitem Wald Waldwirtschaftliche Innovation oder hoffentlich nur ländliche Kunscht und einmalig
… und unterirdisch belebten Wiesen Winterlicher Bummel durch Maulwurfingen
Vertraute bayerische Seenlandschaft
…
Manchmal spiegelt sich die Klosterkirche gegenüber
Künstler zu Gast
Versprechender nachbarlicher Nachwuchs Finja
Südliches Spiegelbild mit Dünen und Hausberg
Vertrauter Fensterblick
Dito
Gelegentliches (arbeitsames) Dream-Team zu Besuch
Die Vielfalt – auch unspektakulärer – mediterraner Landschaften drumherum
Upps
„Allezeit auf seiner Hut sehn gegen Unhöfliche, Eigensinnige, Anmaaßliche und Narren jeder Art“ – auch das sagt uns Gracián
Irgendwann trifft man – sinnbildlich – auf eine solche Hand. Die dazu gehörende Person bremst ohne jeden ersichtlichen Grund ihre Vespa jäh vor uns ab und blockiert die Straße. Einfach so. Die Frage nach dem Warum führt nur zu Vermutungen und Vorurteile sind unfair.
„Man stößt auf viele, und die Klugheit besteht darin, nicht mit ihnen aneinander zu gerathen“ Wir halten uns daran und lassen die Scheibe zu
Sympathische Gesichts-Alternative
Friedliche Verkehrssituation
Um abschließende Aufmerksamkeit für die letzte der dreihundert Thesen wird gebeten.
Dieser zu genügen hat wahrscheinlich schon einem Schopenhauer Kopfzerbrechen bereitet.
Orakel 300 – Mit Einem Wort, ein Heiliger seyn, und damit ist Alles auf einmal gesagt. Die Tugend ist das gemeinsame Band aller Vollkommenheiten, und der Mittelpunkt aller Glückseligkeit. Sie macht einen Mann vernünftig, umsichtig, klug, verständig, weise, tapfer, überlegt, redlich, glücklich, beifällig, wahrhaft und zu einem Helden in jedem Betracht. Drei Dinge, welche, im Spanischen mit einem S anfangen, machen glücklich: Heiligkeit, Gesundheit und Weisheit. Die Tugend ist die Sonne des Mikrokosmos oder der kleinen Welt und ihre Hemisphäre ist das gute Gewissen. Sie ist so schön, daß sie Gunst findet vor Gott und Menschen. Nichts ist liebenswürdig, als nur die Tugend, und nichts verabscheuungswerth, als nur das Laster. Die Tugend allein ist Sache des Ernstes, alles Andre ist Scherz. Die Fähigkeit und die Größe soll man nach der Tugend messen und nicht nach Umständen des Glücks. Sie allein ist sich selbst genug: sie macht den Menschen im Leben liebenswürdig und im Tode denkwürdig.
Glückseligkeit ist auch sichtbar www.fotocommunity.de/fotograf/hdmaier/2198811
Machen Sie´s gut!
Und danke dafür sich durch das bildliche und textliche Allerlei querlesend erfolgreich durchgeklickt zu haben Ihr HDM
Hier ein kurzes sommerliches Intermezzo: Fotographische, auch skurrile Momente eines heißen Sonntagmorgens. Spontaner Entschluss zu einem Frühstück in der Stadt! Karawanen von Münchnern fahren raus zum See, wir wagen das Gegenteil. Auf nach Minga! Irgendwie und irgendwo gibt´s dort, für uns Landeier, immer was Neues, zuweilen sogar subjektiv Spektakuläres.
München-spezifisch Bemerkenswertes koppelt der Autor bewusst und gern an den so untypisch bayerisch bescheiden klingenden uralten Namen unseres Frühstückszielorts. Auch einer nicht unrenommierten süddeutschen Tageszeitung zum Trotz. Denn diese schreibt am 28. Juli 2023 Minga sei eine No-go-Vokabel. Kein Münchner, der seine Stadt liebe würde dieses Unwort dulden. Bösartige Untertöne würden da mitschwingen. Eine Eigenheit auch der Zeitung immer alles besser wissen zu wollen.
Sei´s drum. Wir sind ja ohnehin keine Münchner mehr.
Erstes subjektiv bemerkenswertes Ereignis:
Die Brezel gehört unbestritten zu weiten Teilen Bayerns und zu München. Obwohl sie als christliche Fastenspeise eher aus den Nachbarlanden um den Freistaat herum stammt. Schließlich hatten die Bayern zum Fasten ihr gutes Bier mit überzeugendem Reason-why.
So erkläre ich mir auch, dass die Brezel in einer an Schwabings Leopoldstraße noch jungen, am Marienplatz aber schon längst renommierten Adresse einfältig rund ist. Eben keine angestammte bayerische Kompetenz, denke ich. Recht vordergründig um aufgeschnitten eine längerflächige Unterlage mit köstlicher (und heutzutage nicht ganz preisgünstiger guter Allgäuer Bio-) Butter bestreichen zu können – höchst unschwäbisch und hypergenüsslich.
(Derart verunstaltet und als Ikone des einfachen Genusses diskriminiert, hat der irritierte Autor das Objekt vor der die Rundform beweisenden Ablichtung verärgert zerlegt)
Das Vergehen an den einzelnen spezifischen lukullischen Genüsslichkeitspotenzialen der von dick bis dünn üppig bis grazil knusprig in sich verschlungenen Körperteile einer original-schwäbischen Brezel kann durch das gleichzeitige Shop-Angebot einer aufgemotzten „Bayerischen Schnittlauchbreze“ beileibe nicht gesühnt werden. Der Leser urteile selbst:
So sieht die Form einer aus dem württembergischen Immendingen auf unserer kürzlichen Rückfahrt von Spanien importierten Brezel aus.
Lediglich die Oberflächenstruktur und die Farbe haben durch das zwischenzeitliche Schockgefrieren etwas gelitten. Die differenzierten mund-, zungen- und gaumen-haptischen lukullischen Erlebnismomente sind noch uneingeschränkt gegeben.
(Der für Technologie-Fans möglicherweise aufwertende Hintergrund ist rein zufällig)
Dieses typisch schöne wie wohlschmeckende Exemplar wurde für den häuslichen Genuss frisch beim nahen Münsinger Altwirt erworben. Die renommierte Metzgerei mit ebensolchem Gasthof hat die besten Weißwürst weit und breit.
Chef Joseph und sein steirischer Koch Manfred würden mit deren wichtigstem Accessoire (neben einem gscheiten Senf) in Form, Qualität und differenzierter Genussfähigkeit keinerlei Risiko für ihr Ansehen als beste oberbairische Küche eingehen.
Deshalb rätselt der Autor weiter, ob das Exemplar tatsächlich direkt vor Ort gebacken oder aus dem angrenzenden kompetenten Bundesland eingeführt worden ist. (Dies war zumindest früher nicht ganz unüblich)
Zurück in die Schwabinger Leopoldstraße. Da schaut sich der Marketingmensch statt der einförmigen runden Breze lieber das differenzierte Consumer Behaviour der Minganer vor der ansonsten hohen Appetite Appeal ausstrahlenden Backwaren-Theke an
Mobilität ist bei den üppigen Minganer Baustellen eine Überlebensfrage. Flink eilt die Kundin mitsamt ihrer Radelrutschn der schon wartenden Kassiererin entgegen
Radlrutschn (schwäbisch Radelrutsch): Nach seinem Dreirad (ohne Einbeziehung des Korbkinderwagens und des sog. außen ebenfalls geflochtenen Sportwagens) ist sie des Autors zweites Fortbewegungsmittel mit Rädern. Sie kann als die nachkriegliche Vorgängerin der heutigen Wahnsinnsflitzer auf den Trottoirs und überall um uns herum gelten. Schön wär’s gewesen denke ich etwas weit hergeholt vor mich hin, wenn man auch der Diesel-Technologie eine solche Entwicklungschance gegeben hätte.
Nächstes Mal frühstücken wir vielleicht im Brez´n-Wirtshaus ein paar Schritte weiter. Schaun mer mal
Dann, an der quirligen Münchner Freiheit, kommt die echte Brezenform in menschennaher Umgebung zu ihrem verdienten Auftritt
Direkt an der Freiheit selbst und vor dem Outlet eines nicht unbekannten Gastronomen finden zwei beeindruckende Speisungen Minganer Obdachloser statt
Ein herzliches Danke an die Veranstalter und deren Förderer!
Two in one – freie Kost und gleichzeitig kostenlos (oder ohne ein schlechtes Gewissen) das Neueste aus Minga studieren
Sogar Parkplätze für die heutzutage vielfältigen und ausladenden Rad-Spezies stehen in bester Lage unentgeltlich zur Verfügung
Hat das Angebot, wahrscheinlich aufgrund der Hitze verpennt
Stolzer Selbstdarsteller in zünftiger bis edler gleichfalls werbender Gesellschaft
Das teuflisch beeindruckende Graffiti im Fußgängertunnel begleitet uns hoch zu einer wunderbaren jüngeren Minganer Kirche
Die Evangelisch-Lutherische Erlöserkirche anfangs der Ungererstraße ist die älteste evangelische Pfarrkirche Schwabings. 1899-1901 wird sie nach Plänen von Theodor Fischer errichtet. Sie gilt als eine Mischung aus Historismus und Jugendstil.
Auch Balkone und deren Möblierung können faszinieren. Gleich gegenüber der „protestantischen“ Erlöserkirche besticht dieser durch seinen Minimalismus
Braucht keine Möblierung – typisch Schwabinger Kaiserstraße
Hier fasziniert die neubyzantinische Kirche (1835-1850) mit ihrer Benediktinerabtei. Bonifatius, der Namensgeber dieser Schwabinger Institution, gilt interessanterweise als Apostel der Deutschen
Beeindruckend voll an einem heißen Tag
Draußen vor der Tür Frage mich immer noch, ob ich den Mann hätte ansprechen müssen
Am neu gestalteten Elisabethmarkt ist manches anders geworden. Am Rande konkurrieren, mit einfachen fotografischen Mitteln nur unzureichend erfassbar, Geschäfte namens true society und NEOSOCIETY MUNICH. Begreife schließlich die links gelegene Geschäftsidee als einen Wahrhaftigkeit versprechenden Brautausstatter.
Geblieben ist Gott sei Dank die Schule gegenüber und das Wirtshaus mittendrin. Für ein Weißwurst-Frühstück ist leider alles belegt. Wir freuen uns trotzdem drüber.
Am Kurfürstenplatz ist der kleine Italiener ein ewig junger Hingucker
Sympathisches Balkonleben unweit der vertrauten alten Heimat
Im renommierten und jetzt renovierten Haus Nummer 33 gibt’s um halbzwölf die seit dem zweifelhaften Brezenfrühstück ersehnten Weißwürst nur noch im Winter zum Brunch.
Dies erklärt uns höflich und bestimmt eine junge Adrette im Empfangsdamen-Stil. Früher waren die Bedienungen der Max Emanuel Brauerei münchnerisch-kauzig, wie es sich zumindest damals gehörte. Aber das gibt´s nicht mal mehr im Residenz Weinkeller.
Dann wird’s halt wieder mal der Mario in Nummer 15. Ganz oben haben wir zwanzig Jahre lang gelebt.
Schon an der Hofterrasse zur Amalien-Passage kommt mit ausgestreckten Armen „unser ewiger“ wunderbarer Kellner Athanasios auf uns zu. Drinnen eilt der ebenfalls vertraute Auch-Nikon-Fan hinter seinem Tresen hervor. Besser kann jetzt die historisch erste und beste Holzkohlen-Pizza Münchens nicht schmecken. Luja, sog´ i – tutto bene
Come sempre, halbe Quattro Stagioni und a Viertele im Mario-Krügle
Bei 33 Grad fahren wir gerne zurück aufs Land.
Und natürlich gibt’s beim Altwirt auch im Sommer d´Weißwurst ohne Brunch, sogar Kalbshirn und Kalbskopf
Köstliches Landleben
Auch die Münchner werden ihre Stadt in wenigen Stunden zurückerobern. Manche, wie wir damals auch, als eine eigenständige g´standene Mixtur von werblich positionierten Weltstädtern mit Herz und urbanen Narzissten mit einem Schuss Kini-Glamour im Hinterkopf. Man könnte es liebevoll Minga-Touch nennen.
Allerdings, wir konnten noch ohne das aktuelle Renovierungs- und Baustellen-Desaster leben. Hier zahlen die Neuen für die Versäumnisse unserer relaxteren Minga-Zeit.
Minga negativ geladen? No way. Wahrscheinlich kommt der Name ganz einfach von Mench, auch das Stadtwappen signalisiert das.
Wie aber wird nur ein mönchsähnliches Münchner Kindl draus?
Der Autor wertet dies ohne weitere lästige analytische Recherche als typischen Versuch der Minganer immer was noch Besseres sein zu wollen. Einschlägige Beobachtungen in marketingnahen kommunalen Gremien lassen ihn das mit Begeisterung vermuten. Und, was der eingangs genannten Zeitung recht ist, ist dem gelegentlichen Blogger schon lange billig.
A bisserl Spektakuläres gehört hierzulande halt einfach dazu – oder ?
Eine mehr oder weniger typische Fotoreportage vor und um Weihnachten herum
HDMs Marketingfreund Charles Greene (z. B. als Agenturmensch der FruchtZwerge bei Grey in Düsseldorf) hat das Glück vor Weihnachten Geburtstag zu haben. So erfahre ich rechtzeitig von seinem jüngsten Startupmit Rekordanspruch
Hier ist das Produkt von blangblang.com (ohne Bindestrich bitte). Meinen Marketingjüngern empfehle ich das Studium dieser Seiten mit dem eisernen Anspruch auf die von Charles konsequent gelebte Uniqueness.
Selbst ohne Zielmensch zu sein wird HDM das einzigartige individuelle Anpass- und Kaufprocedere zwischen den Jahren testen und das elegante Fußkleid in einem passenden Farbmix erwerben. Versprochen Charles!
Einzigartig ist in diesen Tagen auch der köstlich hohe Mohnanteil meines Lieblingskuchens unseres Bäckers Krümel & Korn in Münsing
Dazu fällt mir noch ein: Unser junger Augsburger Freund Daniel ruft an und fragt nach meinem (gelegentlichen) Parfum. Wahrscheinlich bin ich jetzt Germany´s oldest perfume influencer. Warum also nicht auch die rosa Sneakers tragen.
Nicht nur gelegentlich (wie´s Parfum) – einmal wöchentlich mag’s HDM deftig. In der Reindlschmiede gibt’s heute Kesselfleisch
Um uns herum aber weihnachtet´s sehr. Abends sind wir bei der Adventsmusi unserer Musikkapelle Holzhausen und weiterer musikalisch-regionaler Protagonisten. Schon vor 25 Jahren hatten wir sie zu einem großen BAW-Jubiläum eingeladen. Unvergesslich wie Weihnachten selbst.
Das weit sichtbare Holzhausener Kirchlein, Veranstaltungsort des Abends, inspiriert zu meiner jährlichen Weihnachtskarte – anstelle von Christbaum oder Palme, falls vom Land Valencia aus verschickt
Spontan lockt ein sonniger Tag an den Tiroler Achensee. Zu Fuß stapfen wir zur Falzturnalm und begegnen auf dem Weg zurück dieser romantischen Alternative. Too late.
Auf der Alm ist das einschlägige sanitäre Geschirr tirolerisch zweckmäßig und optisch beeindruckend mit swarovski-artigen Glaskristallen ausgestattet
Nach staader ländlicher Weihnachtsstimmung lockt Minga. Überall Weihnachtsmärkte, wie auch bei uns im Tölzer Land, die Buden allerdings a bisserl größer. Auf dem Wittelsbacher Platz müssen sie mit Maximilian Churfürst von Bayern und dem ehrwürdigen Siemens-Hauptverwaltungsgebäude konkurrieren.
Wie die hölzernen Weihnachtsbuden mit den eleganten Shop-Etablissements der Brienner um die Ecke herum kontrastieren
Auf dem Weg zu unserem Konzert von der Arcisstraße aus, wo wir für zehn Euro günstig parken, promenieren wir zum ersten Mal bewusst über den weit und breit leeren Karolinenplatz mit dem Obelisken. Dass man von hier aus schon die besser vertraute Frauenkirche sieht …
Erinnern uns an dessen Aufgabe. Ludwig I. lässt ihn 1833 zum Gedenken der im napoleonischen Russlandfeldzug 1812 gefallenen Soldaten errichten. Im Rheinbund hatte sich Bayern verpflichtet Truppen zu stellen. Ein Jahr später wendet sich Bayern in den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Für die Bronzeverkleidung des Obelisken wurde das Metall der dann eroberten Geschütze verwendet.
„Auch sie starben für des Vaterlandes Befreyung“ – so steht’s auf einer der Bronzen. Der österreichische Dramatiker Franz Grillparzer hat diese nachträgliche heroische Rechtfertigung der für den französischen Kaiser Gefallenen mit Recht gebrandmarkt.
Muss zugegeben vom recht unpolitischen Obelisken aus Luxor auf der Place de la Concorde in Paris wusste ich bisher mehr. Dieses 23 Meter lange und über 200 Tonnen schwere Geschenk des ägyptischen Vizekönigs wurde ungefähr um die gleiche Zeit (1836) lediglich durch seinen spektakulären und aufwändigen Transport in verschiedenen Gewässern und zu Land so berühmt.
Nicht nur die Frauenkirche sieht man von hier: Durch die Brienner Straße auch die Theatinerkirche
Sie wird mit ihren zahlreichen wunderschönen Christbäumen, auch um den Altar herum, so richtig heimlich
Ihre Krippe mit dem zerstörten Mauerwerk erinnert heuer schmerzlich an Gaza
Mit dem Shop der Marke Mercedes neben dran ist HDM befangen. Eine spektakuläre Erfahrung mit dem renommierten G der früher leuchtenden Marke mit dem Stern lastet schwer. Eigentlich sollte ich dies nicht auf diesen wunderschönen Maybach übertragen.
Doch meine Aversion gegen Geschwafel ist hoch. Unique brand experience meint vor allem auch zuverlässigen und fairen Service, besonders wenn’s beim Kunden ohne sein Verschulden brennt. Erst recht wenn man jetzt wieder „Premium-Marke“ werden will.
Seit Monaten warten wir, zum wiederholten Mal, auf eine Stellungnahme der sogenannten „Mercedes-Benz Kundenbetreuung Deutschland“ zu einer spektakulär-gefährlichen und doppelt bezahlten Schadensreparatur an der linken Vorderachse und Radaufhängung. Da drei unter dem Stern arbeitende Werkstätten in Bayern und Frankreich befasst sind fühlt sich keiner zuständig.
(Natürlich müssen wir für die wiederholte Behebung des gleichen Schadens bezahlen als wir, unterwegs in Frankreich, den G abholen. MB Europa würde dies dann koordinieren, erklären die bestens arbeitenden Franzosen in Montauban charmant …)
Jetzt, in diesen Tagen, der Anruf des neuen regionalen Serviceleiters unserer MB-Niederlassung Wolfratshausen: Er moniert im Auftrag der Buchhaltung eine ausstehende Rechnung. Zu unserem beträchtlichen Anliegen, der MB-Konzern könne schließlich nicht für alle Mercedes-Werkstätten und Mercedes-Händler verantwortlich sein.
Sein langjähriger Vorgänger, jetzt leider pensioniert, hat’s versucht anders zu sehen. Danke, Herr R. H.. Neue Besen kehren oft gut im Sinne von schnell, eifrig, angepasst und oberflächlich, nicht unbedingt überlegend und überlegen fein.
Ja, wir halten jetzt nach zwanzig Jahren besten 1a-Zahlungsverhaltens die Begleichung einer letzten Rechnung bis zur fairen Klärung zurück.
Denn auf ihr prangt, wie auf den doppelt bezahlten Werkstattrechnungen, der prächtige Mercedes-Stern. Hier tut grundlegendes Marketing- und Markenverständnis offenbar Not.
Erfreulich & erfrischend dagegen die ehrlichen bildlichen Aussagen dieses kubanischen Ambiente um die Ecke zum Shop mit dem Stern
An unserem Ziel Herkulessaal in der Residenz angekommen ein seltenes Selfie
HDM ist Bach- und Orgelfan und kann den vor ihm arbeitenden Organisten Edgar Krapp bewundernd beobachten. Wie stolz muss man sein solche Klänge zu produzieren
Schicke vor lauter Begeisterung der musikbeseelten Nachbarin spontan das Foto und erfülle ihren postwendenden Wunsch nach einem Video. Hier die für HDM etwas zu schmeichelhafte kleine Korrespondenz dazu:
Das Bach-Trompetenensemble München mit dem Organisten und dem Mann an den Pauken
Jetzt aber ab in den nahen Residenz-Weinkeller. Wann wohl haben wir zuletzt hier Glück & Wohlergehen getankt?
Den 3a der langen Pfälzer Weinliste trinkt HDM seit 1977. Ein Freund und Weinkenner aus P&G-Zeiten hatte in München schon Fuß gefasst. Ich war neu und das Stammlokal war geboren.
Es ist heute besonders voll. Wir kommen am Tisch netter Eichstätter mit Münchenbezug unter. Auch die trinken den 3a. HDMs Vermutung es sei ein einfacher Verschnitt aus Müller-Thurgau und Silvaner erweist sich als zutreffend. Diese Erkenntnis beflügelt die Gespräche.
Zuhause zurück, am Briefkasten: Wie schön wenn es auch noch handgeschriebene persönliche Kommunikation gibt.
Kommunikation dieser Tage mit Spanien …
Das halbe Land fiebert in rtve und selbst renommierten Printmedien den Milliarden des weihnachtlichen El Gordo entgegen. Eine Gruppe aus unserem Pueblo Pego gehört zu den ersten Gewinnern.
HDM tüftelt noch an einer optischen Basis für Enkel-Gutscheine. Hier ist die kreative Montage aus einem raureifigen Tiroler Bäumchen und dem üppig bairisch geschmückten Schmuckstück im Enkelhaus. Doch keiner hat’s erkannt, geschweige denn gewürdigt. Der schnöde Content hat wieder mal gesiegt!
Enkel Paul vor einem Content (immerhin liegt der Gutschein daneben, danke lieber Bub)
Am Heiligen Abend gibt’s dann ein Lieblingsgericht: Deftige Hühnersuppe mit bestem Bio-Gemüse und Glasnudeln
Der nächste Tag ist ziemlich normal. Der Wind erzeugt weiße Krönchen.
Am jetzt nützlichen Fernsehen erscheint der soeben vor Ort gefühlte Herkulessaal in anderem Licht
Auch die Kirche auf dem nahen Peißenberg erstrahlt ungewohnt in bayerischem Blau
Sind beruhigt als wir lesen, dass nach nachhaltigen ökologischen Standards produziert wurde. Dass die Lautstärke nicht ganz ausreichend war mag am stürmischen Wind gelegen haben
Weiterhin frohe Tage mit dem früheren Nachbarn Loriot, bewusst in schlichtem Schwarz-Weißgehalten
Wir freuen uns auf den bunten Circus Montelli. Er gastiert in der Hanfelder Straße in Starnberg. Diesmal ist auch Romy dabei.
Woran erkennt man einen Rechtspopulisten? An seiner Sprache, seinem Outfit oder an seinem Weltbild? Die Antwort lautet: an der Frisur.
Egal ob in den Niederlanden, den USA, in Großbritannien oder Argentinien. Überall war oder ist die Haarpracht der rechtspopulistischen Politiker das auffälligste Erkennungsmerkmal …
Quelle: The Pioneer Briefing Economy Edition, 13.12.2023
Die Washington Post hat schon 2016 die 100 besten Beschreibungen von Trumps Haarpracht zusammengefasst: „The 100 greatest descriptions of Donald Trump’s hair ever written“. (HDMs Favorit ist number 43: The hair of 33 Barbie dolls)
Damals ergötzte der haarige Content ausschließlich in der Rubrik ARTS AND ENTERTAINMENT. Jetzt erstaunt der journalistisch weiter entwickelte haarig-kitzlige analytische Themenbezug in Economy und Business Briefings. Content ist eben dehnbar und nicht von ungefähr Allerweltsthema geworden. Bald werden wir hoffentlich auch links von rechts so besser einschätzen können.
President Biden told Israel’s leaders on Tuesday that they were losing international support for their war in Gaza, exposing a widening rift with Prime Minister Benjamin Netanyahu, who rejected out of hand the American vision for a postwar resolution to the conflict.
New York Times, Dec. 12, 2023
No comment necessary – out of hand kann man mit rundweg übersetzen
Three weeks ago Argentina elected Javier Milei as its new president. Milei ran on a radical libertarian platform, whose most notable proposal called for eliminating Argentina’s currency, the peso, and replacing it with the U.S. dollar.
Paul Krugman, Opinion Columnist New York Times, December 12, 2023
Wie einfach und wirksam ein Wahlversprechen sein kann! Es abzuwägen ist nicht immer einfach, hier aber eindeutig. Empfehle „Some dangerous magical thinking in monetary policy“ von Paul Krugman querzulesen. Die avisierte Bekämpfung von Argentiniens Inflation ist emotional höchst verständlich, erinnert HDM aber schmerzhaft an Deutschlands Klimapolitik. Im Gegensatz zu Mileis avisierter Peso-Abschaffung wird hierzulande schon furchterregend gewerkelt.
Argentiniens neuer Wirtschaftsminister Luis Caputo hat am Dienstagabend (Ortszeit) in einem 17-minütigen Video die wirtschaftlichen Notmassnahmen der Regierung von Präsident Javier Milei vorgestellt. Angesichts der schweren Wirtschaftskrise war seine Botschaft identisch mit der, die der libertäre Milei am Sonntag in seiner düsteren Antrittsrede bereits geäussert hatte: Es sei kein Geld mehr da, weshalb vor Argentinien schwierige Monate liegen würden. Allerdings: Es werde zwar zuerst alles schlimmer, bevor es dann aber besser werde. «Das Ziel besteht einfach darin, eine Katastrophe zu verhindern und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen», so Caputo.
Nachtrag zum Thema Wahlversprechen: Auch hier liegen Vergleiche zu Deutschlands Klimapolitik auf der Hand. Erinnere auch an die zu Argentinien unterschiedliche damalige Kohlsche Versprechensstrategie „Blühende Landschaften“ – Quelle: NZZ Wirtschaft & Finanzen 14. Dezember 2023
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